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Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
17.01.2013
Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
Deloitte-Studie: Optimierungspotenziale bei mittelständischem Finanzmanagement

Nach einer gemeinsamen Studie „Finanzierung im Mittelstand“ des Deloitte Mittelstandsinstituts und der Universität Bamberg betreiben laut Experten viele Mittelständler keine ausreichend professionelle Finanzplanung. V. a. mangele es den Unternehmen an einer vollständig integrierten Finanzplanung. Die vorhandenen Finanzplanungen stellten oft nur ein „Nebenprodukt“ der Planungsprozesse dar. Häufig zeige sich, dass die Wahl des Finanzierungsmix nicht immer konsistent mit den genannten Zielen ist – auch deshalb, weil die Kompatibilitätsprüfung nicht oder nicht kontinuierlich durchgeführt werde. Besonders im Fördermittelbereich und bei Unternehmensanleihen, aber auch im Leasing zeigten sich gute Alternativen zu den bisher eingesetzten Instrumenten. Jedoch prüften immerhin 29 % der Befragten vermehrt alternative Finanzierungswege. Ein externes Rating als Finanzierungselement wird von 79 % nicht in Betracht gezogen – undauch nicht als Einflussgröße gesehen. Während der Einfluss von Steuern und Auslandsgeschäft unterschiedlich bewertet wird, herrscht weitgehend Einigkeit über den hohen Stellenwert der Unabhängigkeit: Für 73 % ist sie sehr wichtig. Investitionenwerden meist durch Eigenkapital und Bankkredite finanziert – die Eigenkapitalquote ist bis auf das Jahr 2011 seit 2005 kontinuierlich gestiegen. Der Mittelstand nutze aber zuwenig Finanzierungsalternativen. Für über 60 % bleibt die Hausbank wichtigster Finanzpartner – insbes. ist sie für die Unternehmenseigentümer sehr wichtig. 72 % der Unternehmen nutzen bilaterale Kredite und 20 % Konsortialkredite. Die Eignung der verschiedenen Kreditarten hängt sowohl von Unternehmens- als auch Projektzweck und -größe ab. Aus Sicht der Befragten legen Kreditinstitute vornehmlich Wert auf nachprüfbare Größen wie belastbare Bilanzkennzahlen (81 %), ein funktionierendes Reporting (74 %) sowie Sicherheiten (69 %). V. a. die Rolle der Covenants müsse differenziert betrachtet werden. Auf Nachfrage gaben viele an, noch gar nicht in die Situation gekommen zu sein, Covenants nicht einhalten zu können. Hier könnte eine systematische Unterschätzung des Risikos vorlegen.
(www.deloitte.de)

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