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Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
16.04.2015
Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
KPMG: Information Design in den Geschäftsberichten der DAX 30-Unternehmen

 

Geschäftsberichte stellen die zentrale Informationsquelle für die Beurteilung börsennotierter Unternehmen dar. Aber viele Berichte sind schwer lesbar und für eine rasche Informationswahrnehmung häufig ungeeignet. So sind Art und Umfang von Visualisierungen in den Geschäftsberichten derzeit häufig nicht auf die Bedürfnisse von Investoren und Kapitalgebern ausgerichtet. Jedes zehnte Diagramm verzerrt sogar den Sachverhalt. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie zum Thema Information Design in den Geschäftsberichten der DAX 30-Unternehmen, die in Kooperation zwischen dem Studiengang Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement der FH Oberösterreich in Steyr und KPMG in Deutschland entstanden ist.

 

„True and fair“ beschränkt sich nicht länger auf die dominierende Frage bilanzieller Wertansätze. „Angesichts steigender Komplexität der Rechnungslegung, steigender Datenmengen und steigender Anforderungen an die Berichterstattung spielt die Art und Weise, wie Informationen in Geschäftsberichten visuell aufbereitet werden, eine zunehmend bedeutende Rolle“,  erklärt Oliver Beyhs, Partner bei KPMG und Leiter des Accounting Centre of Excellence.

 

Information Design leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Denn die Aufnahme von Informationen durch den Leser vollzieht sich oft innerhalb weniger Sekunden. Der im Hinblick auf die Wahrnehmung optimierte Geschäftsbericht ist so gestaltet, dass die quantitativen Informationen in Tabellen und Diagrammen von den Lesern richtig und schnell interpretiert werden können und dabei auch noch optisch ansprechend sind. Da sich das Bewusstsein für die Bedeutung der visuellen Aufbereitung erst in den letzten Jahren entwickelt hat, stehen viele Unternehmen vor der Frage, wie ein optimal gestalteter Geschäftsbericht aussieht.

 

„Mit der Untersuchung zum Information Design in Geschäftsberichten leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Etablierung von wissenschaftlich fundierten Gestaltungs-standards. Sämtliche in der Studie enthaltenen Handlungsempfehlungen zur Visualisierung von Informationen wurden auf Basis von empirisch validierten Daten abgeleitet“, so Robert Link, Senior Manager in KPMG’s Accounting Centre of Excellence. Zum Einsatz kommt dabei die Eye Tracking-Technologie, anhand derer Blicke und Blickverläufe von Lesern registriert und aufgezeichnet werden. Mit Hilfe von Eye Tracking lassen sich anhand von Vergleichen unterschiedlich aufbereiteter Darstellungen nicht nur offensichtliche Informations-verzerrungen aufdecken, sondern insbesondere auch Effektivitäts- und Effizienzvorteile bzw. –probleme von Visualisierungen sichtbar machen.

(PM KPMG vom 15.4.2015)

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