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Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
07.06.2013
Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
KfW: Fördertätigkeit im ersten Quartal 2013 – Anstieg der Mittelstandsfinanzierung

Die Fördertätigkeit der KfW Bankengruppe hat sich im ersten Quartal 2013 weiter positiv entwickelt. Der Schwerpunkt liegt auch zu Beginn dieses Jahres auf Finanzierungen in den Bereichen Mittelstandsförderung sowie Umwelt und Klimaschutz. Das Gesamtfördervolumen betrug im ersten Quartal 15,6 Mrd. Euro gegenüber 14,7 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum des Jahres 2012. Den größten Zuwachs (rd. 16 %) erzielten die Zusagen des inländischen Fördergeschäfts mit 12,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,5 Mrd. Euro). Der Anteil der Mittelstandsfinanzierung stieg auf 52 % der Zusagen.
Bei der Ertragslage ist im ersten Quartal 2013 ein Konzerngewinn von 477 Mio. Euro (697 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2012) zu verzeichnen. Die rein IFRS-bedingten Effekte aus der Bewertung von Derivaten, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, haben – so die Kfw – die Ertragslage um 65 Mio. Euro unterzeichnet. Der für die Steuerung der KfW relevante Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen liegt bei 542 Mio. Euro (685 Mio. Euro).
Die Bilanzsumme ist moderat um 3,4 Mrd. Euro auf 515 Mrd. Euro angestiegen. Bei leicht höheren Nettokreditforderungen von 365,9 Mrd. Euro (31.12.2012: 364,8 Mrd. Euro) ist insbes. die Liquiditätshaltung im Vorgriff auf das Kreditneugeschäft angestiegen. Marktwertveränderungen im Zusammenhang mit Absicherungsgeschäften wirkten gegenläufig.
Die regulatorischen Kapitalquoten bewegen sich auf einem konstant hohen Niveau (Kernkapitalquote: 18,7 % bzw. Gesamtkapitalquote: 21,1 %). Nach Basel III beträgt die Kernkapitalquote aktuell 15,4 %.
Das Neugeschäft im Geschäftsbereich Mittelstandsbank erreicht im ersten Quartal 2013 mit 5,9 Mrd. Euro ein deutlich höheres Zusagevolumen als im Vorjahresquartal (5,2 Mrd. Euro). Dieses Wachstum ist das Ergebnis einer gesteigerten Zusagetätigkeit in allen Förderfeldern. Im Bereich Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung hat sich das Zusagevolumen im abgelaufenen Quartal von 2,6 Mrd. Euro auf 3,0 Mrd. Euro erhöht. Treiber hierfür sind die Zusagen im KfW Unternehmerkredit mit 2,1 Mrd. Euro (1,7 Mrd. Euro). Das Fördervolumen im Bereich Innovation ist durch die positive Entwicklung im ERP-Innovationsprogramm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nahezu 100 Mio. Euro auf knapp 300 Mio. Euro angestiegen. Eine Steigerung des Zusagevolumens auf 2,6 Mrd. Euro ist zudem im Bereich Umwelt zu verzeichnen. Damit wird das Niveau des Vorjahres (2,4 Mrd. Euro) übertroffen. Dieser Zuwachs ist – so die Kfw – auf den erfreulichen Verlauf im KfW-Energieeffizienzprogramm sowie eine Zusage im Programm Offshore-Windenergie zurückzuführen.
Das Fördervolumen im Geschäftsbereich Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute beläuft sich auf 6,2 Mrd. Euro (5,6 Mrd. Euro). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 11 % beruht insbes. auf einer regen Nachfrage im Bereich der Infrastrukturfinanzierung. In diesem Förderfeld liegt das Zusagevolumen mit 1,3 Mrd. Euro deutlich über dem niedrigen Vorjahreswert (0,4 Mrd. Euro), wozu insbes. die Basisprogramme für Kommunen sowie kommunale und soziale Unternehmen mit insgesamt 1,2 Mrd. Euro beigetragen haben. Das Zusagevolumen im Bereich Individualfinanzierung Banken liegt mit 472 Mio. Euro doppelt so hoch wie im Vorjahr (233 Mio. Euro). Der größte Anteil hieran ergibt sich aus Zusagen an Leasinggesellschaften (300 Mio. Euro), die in der Form von Globaldarlehen zur Finanzierung von Investitionen mittelständischer Unternehmen dienen.
Im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung, das durch die KfW IPEX-Bank verantwortet wird, wurde Neugeschäft in Höhe von 2,7 Mrd. Euro (3,1 Mrd. Euro) zugesagt. Schwerpunkte der Neuzusagen liegen in den Geschäftssparten Finanzinstitutionen und Trade & Commodity Finance mit 0,6 Mrd. Euro (0,5 Mrd. Euro) sowie Luftfahrt und Schiene mit 0,5 Mrd. Euro (0,6 Mrd. Euro).
Im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungsund Transformationsländer hat der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank im ersten Quartal 2013 insgesamt 341 Mio. Euro (589 Mio. Euro) zugesagt. 74 % der Zusagen kommen dem Klima- und Umweltschutz zugute. Rund ein Drittel der Gelder gehen nach Afrika, der Rest verteilt sich auf Lateinamerika, Asien und Osteuropa. Das Neugeschäft der DEG belief sich auf 283 Mio. Euro, und lag damit fast 16 % über dem Vergleichszeitraum (244 Mio. Euro). Die Finanzierungszusagen an Unternehmen der verarbeitenden Industrie entwickelten sich mit 108 Mio. Euro (20 Mio. Euro) besonders erfreulich.
Per 30.4.2013 hat die KfW an den internationalen Kapitalmärkten langfristige Mittel im Gegenwert von 26,1 Mrd. Euro in elf verschiedenen Währungen aufgenommen. Für das Gesamtjahr rechnet die KfW mit einem Refinanzierungsvolumen in Höhe von rund 70–75 Mrd. Euro. Eine Überprüfung dieser Schätzung wird planmäßig zum Ende des zweiten Quartals 2013 auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung erfolgen.
(www.kfw.de)

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