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Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
13.01.2014
Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
WPK: Begrüßung des Erhalts des Kammersystems

Das Vermittlungsverfahren zwischen EU-Parlament, Rat und Kommission zur Reform der Abschlussprüfung konnte nach schwierigen Verhandlungen doch noch vor dem Jahreswechsel abgeschlossen werden. Die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) hatte sich insbes. mit einer zehn Kernpunkte umfassenden Agenda in die Diskussion eingebracht. Claus C. Securs, Präsident der Wirtschaftsprüferkammer, dazu: „Wir sehen, dass viele unserer Vorstellungen offenbar berücksichtigt worden sind. So enthält der Kompromiss – wie von uns vorgeschlagen – die Kombination mehrerer Faktoren, die in Zusammenwirkung auf eine Stärkung der Qualität der Abschlussprüfung und der Unabhängigkeit der Abschlussprüfer abzielen. Wichtig war uns auch – neben anderem –, dass die Definition der Unternehmen von öffentlichem Interesse nicht ausgeweitet wird. Dies hätte insbesondere bei kleinen und mittleren Praxen zu unverhältnismäßigen Zusatzbelastungen geführt. Wir begrüßen, dass die von der EU-Kommission vorgesehene unbegrenzte gewerbliche Beteiligung an Prüfungsgesellschaften nicht Wirklichkeit wird. Dies hätte alle Bemühungen um eine Stärkung der Unabhängigkeit von Abschlussprüfern konterkariert. Besonders freuen wir uns auch darüber, dass sich die von der EU-Kommission beabsichtigte ausschließliche und zwingende Zuständigkeit einer berufsstandsunabhängigen Stelle für die gesamte Aufsicht über Abschlussprüfer nicht durchgesetzt hat. Stattdessen kann der deutsche Gesetzgeber im Ergebnis das bisherige effektive Aufsichtssystem in Deutschland beibehalten und diese Aufgabe weiterhin bei der Wirtschaftsprüferkammer belassen, soweit es sich nicht um Prüfungsmandate bei Unternehmen von öffentlichem Interesse handelt. Diese weitgehenden Beschränkungen der ursprünglichen Kommissionspläne sind dem intensiven und gemeinsamen Einsatz der deutschen Bundesregierung und der Wirtschaftsprüferkammer zu verdanken.“
(PM WPK v. 20.12.2013)

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