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Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
17.02.2017
Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
EY: DAX-Konzerne korrigieren ihre Prognosen immer häufiger – zumeist nach oben

Allen politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen zum Trotz: Im vergangenen Jahr haben mehr Unternehmen ihre Gewinn- und Umsatzprognosen nach oben als nach unten korrigiert. Dabei standen den insgesamt 67 Gewinn- oder Umsatzwarnungen 87 Fälle gegenüber, in denen Unternehmen die zuvor prognostizierten Werte übertrafen und daher sogenannte Gewinn- oder Umsatzerwartungen veröffentlichten.

Insgesamt sank die Zahl der Prognosekorrekturen damit um knapp ein Viertel von 200 auf 154. 38 % der im Prime Standard gelisteten Unternehmen mussten 2016 mindestens einmal ihre eigene Prognose kassieren, im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 44 % gelegen.

Im Vergleich der Indizes erwiesen sich v. a. die Prognosen der DAX-Konzerne als wenig zuverlässig: 63 % der DAX-Unternehmen haben im Lauf des Jahres ihre Prognosen korrigiert (Vorjahr: 47 %) – in 16 Fällen nach oben, in acht Fällen nach unten. Damit stieg die Zahl der Prognosekorrekturen der DAX 30-Unternehmen auf 24 – den höchsten Stand seit 2011, als die Analyse zum ersten Mal durchgeführt wurde. Im Vorjahr lag sie bei 22, 2014 nur bei sieben.

Während die Zahl der Aufwärtskorrekturen bei den DAX-30-Unternehmen gegenüber dem Vorjahr von 12 auf 16 stieg, war sie in allen anderen Segmenten rückläufig, am stärksten – von 43 auf 28 – bei den kleineren Unternehmen, die weder in DAX, MDAX, SDAX oder TecDAX notiert sind.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, die veröffentlichungspflichtige Korrekturen an Gewinn- und Umsatzprognosen in den Jahren 2011 bis 2016 untersucht. Für die Analyse wurden alle 302 Unternehmen aus dem Prime Standard der Frankfurter Börse betrachtet.

(PM EY vom 13.2.2017)

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